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Vorzeitige Siege für Stieglitz & Charr |
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Quelle: Universum Box-Promotion 10.01.10 - Eigentlich sollte Robert Stieglitz bei der ersten Titelverteidigung seines WBO-Gürtels im Supermittelgewicht gegen den Kolumbianer Edison Miranda boxen.
Miranda, der einst Arthur Abraham den Kiefer brach, musste aber kurzfristig aufgrund einer Erkrankung absagen. Als Ersatzmann wurde der Argentinier Ruben Eduardo Acosta verpflichtet. Und der hatte dem 28-jährigen Weltmeister aus dem SES-Boxstall wenig entgegenzusetzen.
Acosta suchte sein Glück mit wilden Schwingern im Vorwärtsgang. Der konzentrierte und fokussierte Stieglitz nahm die unorthodoxen Attacken gelassen, konnte klare Treffer problemlos vermeiden. Der WBO-Champion hingegen stellte den beweglichen Acosta immer wieder an den Ringseilen und traf mit schweren Händen zum Körper und zum Kopf. Ein linker Haken schickte den Argentinier im dritten Durchgang zum ersten Mal auf die Bretter. Daraufhin hatte der Titelverteidiger das Gefecht komplett unter Kontrolle, setzte seinem Herausforderer mit harten Treffern zu. In der fünften Runde schickte er Acosta dann mit einem Körperhaken zu Boden, wenige Sekunden später hatte der Ringrichter ein Einsehen und beendete den Kampf nach 1:48 Minute.
Stieglitz gewann den WBO-Titel vor fünf Monaten gegen Karoly Balzsay. Der klare Erfolg in seiner Heimatstadt Magdeburg war der 37. seiner Karriere im 39. Kampf, der 23. K.o.-Sieg. Acosta verlor zum vierten Mal im 32. Kampf.
Last-Minute-Sieg für Manuel Charr
Universum-Boxer Manuel Charr hatte seinen ersten echten Prüfstein vor sich. Und löste seine Aufgabe mit Bravour.Der erfahrene Owen Beck aus Jamaika, der schon einen Schwergewichts-WM gegen Nikolai Valuev hinter sich hat, machte dem Gelsenkirchener mit dem Kampfname „Diamant Boy“ anfangs noch Probleme. Erstmals unter Neu-Trainer Michael Timm boxte Ruhrpott-Junge Charr allerdings sehr variabel. In Runde drei klingelte er Beck mit einer schneller Dreier-Kombination kurz an. In der vierte Runde traf Beck Charr mit einer Rechten.
Davon provoziert legte Charr seine beste Runde im fünften Durchgang hin. Konditionell baute der erfahrene Beck immer mehr, auch weil der Jab von Charr immer häufiger ins Ziel fand. Doch irgendwie rettete sich Beck in die zehnte und letzte Runde. Dort war er nach mehreren Treffern stehend k.o. Noch einmal ein Schlaghagel von Manuel Charr brachte dann das aus. Nach einer harten Rechten wackelte Beck, der Ringrichter beendete das Gefecht 16 Sekunden vor Ende der letzten Runde. |